"La nascita di Venere", Detail, Sandro Botticelli, 1485/86, Florenz, Uffiz
"Europa hat die Idee der allgemeinen Menschenrechte, ein Postulat der Aufklärer, in die Welt getragen, ihnen aber bis in die 2. Hälfte des 20. Jh. hinein allgemeine Geltung verweigert. Nach zwei Weltkriegen und dem Ende der europäischen Kolonialreiche sind die Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten des Europarats (EMRK, 1953), die Declaration of Human Rights der UN-Generalversammlung (1948) und die Charten der Vereinten Nationen (UN,1945), der Europäischen Union (EU, Montanunion 1951 ff) und der Afrikanischen Union (OAU/AU 1963/ 1981) zivilisatorische Errungenschaften , die es aktuell zu wahren und lebensnah zu realisieren und weiter zu entwickeln gilt. Von einer "Verrohung des humanitären Völkerrechts "sprach die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in einem Interview mit ORF im Mai 2026.
Zwischen alten imperialen Ansprüchen und neuen Autokratien - ob systemische Rivalen und/oder militärisch-strategische Gegner und War-Lords oder Apologeten der "Apokalypse"- steht Europa vor der Herausforderung, sich in einem neu sich bildenden Beziehungs- und Bündnisgeflecht zu positionieren. Dabei kommt dem afrikanischen Kontinent besondere Bedeutung zu: Afrika und Europa sind potentielle strategische Partner zum einen aus Interesse und Notwendigkeit -geostrategischem, wirtschafts-,gesellschafts- und sicherheitspolitischem Interesse-, zum anderen, und dies nicht zuletzt, auf Basis einer gemeinsamen struktur- und normengebenden Geschichte. Weite Phasen der afrikanischen und europäisch-afrikanischen Geschichte werden bis in unsere Gegenwart ignoriert, die Wahrnehmung von den ebenso irrigen wie wirkmächtigen Narrativen des ausgehenden 18./19. Jh. von der "Rasse" (J.F. Blumenbach u.a.) und von Afrika als dem geschichtslosen ,"in die schwarze Farbe der Nacht gehüllten Kontinent" (G.W.F. Hegel) verdunkelt. ( aus: "Wir müssen unsern Garten bestellen!" Europäisch-Afrikanische Zukunftsperspektiven." 2026)
Philosophie Transculturelle
Interkulturelle Philosophie
SubsaharaAfrika - Europa:
Zukunftsperspektiven
Luba, Nackenstütze
(Bildquelle: Wikimedia Comm
Pax
Ambrogio Lorenzetti, Allegoria del Buon Governo, Palazzo Pubblico, Siena, 1337-1339, Detail
( Bildquelle: Wikimedia Commons)
"Das Leben ist weder Zweck noch Mittel, das Leben ist ein Recht." Heinrich Heine
"Buch Heine": Heine Denkmal von Bert Gerresheim
Campus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Via dell Angelo
Instellazioni Nello Spazio Urbano , Pienza 1996, Vittorio Tolu
Photos / Copyright/ All rights reserved
Dr. Adelheid Garg
Surasundari , Konarak, Indien
Museum Rietberg, Zürich
"It was during those long and lonely years that my hunger for the freedom of my own people became a hunger for the freedom of all people, white and black. I knew as well as I knew anything that the oppressor must be liberated just as surely as the oppressed. A man who takes away another man's freedom is a prisoner of hatred, he is locked behind the bars of prejudice and narrow-mindedness. (...) The oppressed and the oppressor alike are robbed of their humanity."
Nelson Mandela, Long Walk to Freedom. London 1994
"Wir sind uns einig, dass wir uns mit unserer winzigen Intelligenz und unserem Verständnis nur soweit in die großen Mysterien wagen können, die uns bei unserem Versuch, alles in der Existenz und in der Erfahrung zu erklären, von allen Seiten gegenüberstehen. Die Wissenschaft ist auf ihrem begrenzten Feld von Problemen sehr erfolgreich; doch die großen Probleme, das mysterium tremendum, in der Existenz von allem , was wir kennen, dies ist nicht in irgendeiner wissenschaftlichen Weise erklärbar. (...) Wir leben mit Mysterien, die wir erkennen müssen, wenn wir zivilisierte Wesen sein sollen, die unserer Existenz ins Auge blicken."
Karl R. Popper, John C. Eccles, The Self and Its Brain- An Argument for Interactionism. 1977 Springer Vlg
"Wahrheit gibt es nur zu Zweien." Hannah Arendt





